Jahrgang
Kategorie
- Award for Friends
- Lebenswerk
- Wein-Legende
- Winzer des Jahres
- Award of Excellence
- Newcomer des Jahres
- Wein des Jahres
- Kollektion des Jahres
- Weingourmet des Jahres
Land
Message in a Bottle
- Weinanbau-Gebiet: Rheinhessen
- Ort: Dittelsheim
- Land: Deutschland
- Webseite: » www.message-in-a-bottle.info
Award for Friends
Award for Friends 2012
Mit dem WINE AWARD „For Friends 2012“ wurde am 3. März 2012 auf „Schloss Bensberg“ die Winzergruppe „Message in a Bottle“ aus Rheinhessen, Deutschland, ausgezeichnet.
2002 gegründet, schreibt sich „Message in a Bottle“ von Anbeginn besonders ein Ziel auf die Fahnen: der deutschen Anbauregion Rheinhessen ein besseres, ein klareres und nicht zuletzt auch ein jüngeres Image zu geben. Inzwischen sind es 28 junge Winzer, die dem Markt Botschaften in Flaschenform zukommen lassen. Dabei zeichnet die Gruppe aus, dass sie ohne Berührungsängste zusammenarbeitet: Arrivierte Betriebe, die dem Elite-Verband VDP angehören, sind in der Gruppe ebenso vertreten wie Winzertalente, die bislang kaum in Erscheinung traten. Gemäß dem Motto „Austausch geht vor Missgunst“ steht für die Mitglieder das gemeinsame Verkosten ihrer Weine im Vordergrund – der fachliche Austausch eben. Auch gemeinsame öffentliche Auftritte gehören zum Programm, beispielsweise anlässlich der bereits legendären „Wein in den Mai“-Partys, die in den letzten Jahren gezeigt haben, wie Popmusik und Weingenuss sich verbinden lassen. Mit ihren Aktivitäten und mit der spürbaren Steigerung ihrer Weinqualität konnten die Mitgliedsbetriebe von „Messsage in a Bottle“ sich selbst, aber auch dem Anbaugebiet Rheinhessen insgesamt einen bedeutenden Popularitätsschub verschaffen.
Folgende Weingüter gehören der Vereinigung an:
Weingut Battenfeld-Spanier, Hohen-Sülzen; Weingut Bäder, Wendelsheim;
Weingut Becker-Landgraf, Gau-Odernheim; Weingut Bischel, Appenheim; Weingut Burgunderhof, Worms; Weingut Dr. Koehler, Bechtheim; Weingut Dreissigacker, Bechtheim;
Weingut Göhring, Flörsheim-Dalsheim; Weingut Gutzler, Gundheim; Weingut Gysler, Weingut Karl May, Osthofen; Weingut Kühling-Gillot, Bodenheim; Weingut Keller, Flörsheim-Dalsheim; Weingut Keth, Offstein; Weingut Landgraf, Saulheim; Weingut Meiser, Weingut Neef-Emmich, Bermersheim;
Weingut Oekonomierat Johann Geil I. Erben, Bechtheim; Weingut Sander, Mettenheim;
Weingut Seehof, Westhofen; Weingut Spohr, Worms-Abenheim; Weingut Wagner-Stempel, Siefersheim;
Weingut Weedenbornhof, Monzernheim; Weingut Winter, Dittelsheim; Weingut Wittmann, Westhofen; Winzerhof Thörle, Saulheim
Franz Xaver (F. X.) Pichler
- Ort: Dürnstein
- Region: Wachau
- Land: Österreich
- Rebfläche: 15,0
- Webseite: » www.fx-pichler.at
Lebenswerk
Mit dem WINE AWARD für das „Lebenswerk“ zeichnet die Redaktion des FEINSCHMECKERS eine herausragende Persönlichkeit der internationalen Weinszene aus, die für den Weinbau nachhaltig und weltweit Akzente gesetzt hat. Diese Auszeichnung stellt die Lebensleistung einer Winzerin oder eines Winzers heraus – neben der unumstrittenen Qualität der Weine werden insbesondere das visionäre Schaffen und die Vorbildfunktion für junge Winzerkollegen gewürdigt.Lebenswerk 2012
Die Entscheidung über den Preisträger 2012 wurde am 3. März 2012 auf „Schloss Bensberg“ bekannt gegeben. Franz Xaver (F. X.) Pichler, Wachau, Österreich, erhält den WINE AWARD 2012 für sein Lebenswerk.
Man schreibt das Jahr 1898, als der Urgroßvater des Preisträgers das Weingut Pichler in Dürnstein gründet. Bereits die dritte Generation besinnt sich auf den Qualitäts-Weinbau: Franz Pichler senior, geboren 1906, beginnt im Jahr 1928 mit der Selektion eigener Klone der Sorte Grüner Veltliner. 37 Jahre lang führt er seine Aufzeichnungen fort, um anschließend die Reiser der Stöcke zu vermehren, die sich am besten bewährt haben.
1971 übernimmt der damals gerade 30 Jahre alte Franz Xaver Pichler das Weingut der Familie, damals werden rund drei Hektar bewirtschaftet. Schon während der 1980er-Jahre gelingt es „F. X.“ Pichler, wie er von Weinkennern genannt wird, sich höchste Anerkennung zu erwerben, zunächst in Österreich – dann, spätestens mit dem Jahrgang 1990, auch international. Zu Beginn sind es vor allem seine Rieslinge und Grünen Veltliner aus den Wachauer Spitzenlagen Kellerberg und Loibner Berg, die mit ihrer Extraktfülle und aromatischen Vielfalt für Furore sorgen. Doch Pichler strebt noch weiter: Mit seinem Grünen Veltliner „M“ (für „monumental“) erzeugt er erstmals im Jahr 1991 einen Wein, der als Lagenverschnitt konzipiert ist – und auf die optimale Verbindung von Hochreife-Aromatik und mineralischer Frische zielt. 1998 keltert Pichler zum ersten Mal einen ähnlich angelegten Riesling, den seither legendären „Unendlich“.
1999 übergibt F. X. Pichler die Verantwortung für die Kellerwirtschaft seinem Sohn Lucas, er kümmert sich jedoch nach wie vor persönlich um die Weinbergsarbeit. Gemeinsam mit den Familien Tement und Szemes sowie in den Kellern der „Vereinten Winzer Horitschon“ produziert Pichler außerdem im Burgenland die rote Cuvée „Arachon T.FX.T“.
Château Lafite-Rothschild
- Weingut: Château Lafite-Rothschild
- Weinanbau-Gebiet: Bordeaux
- Ort: Pauillac
- Land: Frankreich
- Rebfläche: 112,0
- Webseite: » www.lafite.com
Wein-Legende
Die Redaktion des FEINSCHMECKERS zeichnet jedes Jahr einen Wein mit dem WINE AWARD „Wein-Legenden“ aus. Mit diesem Ehrentitel soll die herausragende Stellung gewürdigt werden, die dieser ausgewählte Wein wegen seiner unumstrittenen Qualität und seines über viele Jahre oder Jahrzehnte gewachsenen Rufs unter Fachleuten und Weinfreunden genießt.Wein-Legende 2012
Der Gewinner des WINE AWARDS „Wein-Legenden“ wurde am
3. März 2012 auf „Schloss Bensberg“ bekannt gegeben: Der WINE AWARD „Wein-Legende 2012“ geht an Château Lafite-Rothschild, Bordeaux, Frankreich.
Der Name Lafite ist erstmals im Jahr 1234 urkundlich belegt: Der damalige Abt des zehn Kilometer nördlich von Pauillac gelegenen Klosters von Vertheuil trägt den Namen Gombaud de Lafite. Der Aufstieg des Weinguts beginnt im 17. Jahrhundert, als die berühmte Weinbau-Dynastie der Familie Ségur sich des Anwesens annimmt. Die Reben von Lafite wachsen auf einer der mächtigsten Kiesbänke des Médoc, der Name „Lafite“, der vom gascognischen Dialektwort la hite („Hügel“) abgeleitet ist, deutet die privilegierte Lage an. Bereits gegen Ende des 18. Jahrhunderts stehen die Weine von Lafite in höchstem Ansehen, einer der berühmtesten Lafite-Verehrer ist der amerikanische Präsident Thomas Jefferson.
Im Jahr 1868 gelangt das damals bereits als Premier Grand Cru classé klassifizierte Château in die Hände des französischen Zweigs der Familie Rothschild, der das Gut bis heute gehört. Der Weinbergsbesitz gliedert sich in drei Teile: Die besten Parzellen liegen auf der Kieskuppe in Nähe des Château, ein zweiter Weinberg liegt auf dem Plateau von Carruades (nach ihm ist der Zweitwein benannt), und der dritte Teil umfasst 4,5 Hektar auf dem Gebiet der Gemeinde St-Estèphe. Obwohl auch die anderen Rebflächen an diese Gemeinde grenzen, die für ihren robusten, eher herben Wein bekannt ist, gilt der Lafite doch als der feinste und subtilste aller Weine aus Pauillac. Paradoxerweise weisen die Weine von Latour, die am anderen Ende der Gemarkung, an der Grenze zu St-Julien wachsen, eine viel größere stilistische Nähe zu einem St-Estèphe auf als der Lafite.
Zum Besitz der Domaines Barons de Rothschild (Lafite) – nicht zu verwechseln mit jenem Rothschild-Zweig, der das Château Mouton-Rothschild führt – gehören auch die bedeutenden Bordeaux-Châteaus Duhart Milon (Pauillac), L’Evangile (Pomerol) und Rieussec (Sauternes). Außerhalb von Bordeaux ist das Unternehmen auch im Languedoc (Château d'Aussieres) sowie in Chile (Los Vascos) tätig. Seit 2008 unterhält Lafite außerdem ein Weinbauprojekt in der chinesischen Provinz Shandong.
Michel Chapoutier
- Weinanbau-Gebiet: Rhône
- Ort: Tain l’Hermitage
- Land: Frankreich
- Rebfläche: 300,0
- Webseite: » www.chapoutier.com
Winzer des Jahres
Zum „Winzer des Jahres“ kürt die Redaktion des FEINSCHMECKERS jeweils eine Persönlichkeit der internationalen Weinszene, die über Jahre kontinuierlich Spitzenweine produziert hat und über die Landesgrenzen hinaus als Winzer einen herausragenden Ruf genießt.Winzer des Jahres 2012
Als Preisträger für den WINE AWARD „Winzer des Jahres 2012“ wurde am 3. März 2012 auf „Schloss Bensberg“ Michel Chapoutier ausgezeichnet, Domaine M. Chapoutier, Rhône, Frankreich.
Die Geschichte des Weinbaus der Familie Chapoutier beginnt im Jahr 1808. Getreu ihrem Motto „Fac et spera“ („Tue und hoffe“) erweitert die Familie im Lauf der Generationen stetig ihren Besitz. So wird sie
zum größten Landeigentümer am berühmten Hermitage-Felsen, wo auf einem Boden aus verwittertem Granitgestein die Reben für die gesuchtesten und langlebigsten Syrah-Weine des Rhônetals wachsen.
35 Hektar Land besitzt Chapoutier heute in dieser insgesamt nur 135 Hektar großen Appellation.
Als Michel Chapoutier 1990 in das Unternehmen eintritt, steht er dennoch vor großen Aufgaben: Der Ruf der Rhône-Weine ist in diesen Jahren nicht der beste, und das Haus Chapoutier hat nur ein schwaches Profil. Der dynamische Jungunternehmer – damals gerade einmal 25 Jahre alt – ist jedoch entschlossen, den Familienbetrieb wieder nach vorn zu bringen, und so krempelt er das Haus mit viel Willenskraft um: Er lässt die Erträge in den Weinbergen beschränken und beginnt, neben den eingeführten Chapoutier-Markenweinen aufwendig produzierte Parzellen-Selektionen zu erzeugen. Die alten Fässer aus Kastanienholz ersetzt er durch Barriques. Außerdem treibt Chapoutier schon früh die Umstellung der Weinberge auf biologisch-dynamische Bewirtschaftung voran. Inzwischen wird der größte Teil der 85 Hektar Rebfläche an der nördlichen Rhône ohne Pestizide und Kunstdünger, jedoch mithilfe von Pflanzenextrakten und unter Beachtung der Mondphasen bearbeitet.
Chapoutier ist heute ein Unternehmen, dessen Weine vom Stammsitz an der nördlichen Rhône einen hervorragenden Ruf genießen, und dieser Ruf strahlt auch auf die Weine anderer Herkünfte sowie die Handelsaktivitäten aus. Das Unternehmen floriert: Der aktuelle Jahresumsatz von 22 Millionen Euro beträgt das Elffache des Umsatzes von 1990. Chapoutier ist überdies nicht mehr nur an seinem Stammsitz an der nördlichen Rhône präsent, sondern auch am südlichen Teil des Flusses, in der Provence, im Roussillon, im Elsass, dazu noch in Portugal und Australien. Alle Weine des Hauses sind auf einen Blick zu erkennen, denn Chapoutier stattet seine Etiketten grundsätzlich mit einer zusätzlichen Prägung in Braille-Schrift aus, die es blinden und sehbehinderten Menschen mühelos ermöglicht, sich über den Flascheninhalt zu informieren.
Dominik Huber
- Weingut: Terroir al Límit
- Weinanbau-Gebiet: Priorat
- Ort: Torroja del Priorat
- Land: Spanien
- Rebfläche: 13,0
- Webseite: » www.terroir-al-limit.com
Nominierte 2012:
Newcomer des Jahres
Den AWARD „Newcomer des Jahres“ vergibt die Redaktion des FEINSCHMECKERS jährlich an einen „Aufsteiger“ aus der internationalen Weinszene. Der Winzer/die Winzerin soll vor allem in den letzten Jahren durch eine spektakuläre Steigerung der Weinqualität auf sich aufmerksam gemacht und damit in der eigenen Weinregion ein Beispiel gegeben haben.Newcomer des Jahres 2012
Für den WINE AWARD „Newcomer des Jahres 2012“ hatte die FEINSCHMECKER-Redaktion drei Winzerinnen und Winzer nominiert, die endgültige Entscheidung über den Preisträger wurde am 3. März 2012 auf „Schloss Bensberg“ bekannt gegeben: „Newcomer des Jahres 2012“ ist Dominik Huber, Terroir al Límit, Priorat, Spanien.
Dieses junge Weingut ist einer der ambitioniertesten Betriebe in der katalanischen Weinbauregion Priorat. Schon sein Name „Terroir al Límit“ macht klar, dass auf dem „Terroir an der Grenze des Machbaren“ unter anspruchsvollen Bedingungen gearbeitet wird – von Hand und mit dem Maultier. Maschinen sind zwischen den biodynamisch bewirtschafteten Rebzeilen nicht vorgesehen: Terroir al Límit ist eine Manufaktur. Die steilen Weinberge mit ihren steinigen Schieferböden sind dazu noch hoch gelegen, bis zu 850 Meter über dem Meeresspiegel.
Dominik Huber, ein gebürtiger Bayer, studiert Betriebswirtschaft, ehe er 2001 Terroir al Límit gründet, gemeinsam mit Eben Sadie, dem bei den WINE AWARDS 2008 als Newcomer des Jahres nominierten Erfolgswinzer aus Südafrika. Huber, heute 41 Jahre alt, hat als Seiteneinsteiger begonnen, doch inzwischen ist er ein Routinier. Da sich Eben Sadie die meiste Zeit in Südafrika aufhält, kümmert sich Huber um das Tagesgeschäft, deshalb ist er mittlerweile das Gesicht dieses Weinprojekts. Seine beachtlichen Rotweine, die er für die Top-Qualitäten reinsortig aus den Rebsorten Cariñena und Garnacha keltert, sind für ihre geradezu burgundische Finesse bekannt. Ungewöhnlich für das holzverrückte Priorat ist dabei, dass Huber seit einigen Jahren völlig auf Barriques verzichtet. Angeregt vom spanischen Mitinhaber des Weinguts, Jaume Sabaté, setzt Huber inzwischen ganz auf Zementtanks und auf 1800-Liter-Fässer, die den Wein viel weniger prägen als Barriques. Ein voller Erfolg ist auch sein erster Weißwein „Pedra de Guix“, eine temperamentvolle Cuvée aus weißem Garnacha und der aus Andalusien importierten Sorte Pedro Ximénez. Dominik Huber ist ein durch und durch kulinarischer Mensch, darum hat er im Weinkeller neben den Fässern eine Küche und einen langen Esstisch aufgebaut – schließlich muss auch feste Nahrung mal sein.
Thomas Haag
- Weingut: Weingut Schloss Lieser
- Weinanbau-Gebiet: Mosel
- Ort: Lieser
- Land: Deutschland
- Rebfläche: 11,5
- Webseite: » www.weingut-schloss-lieser.de
Wein des Jahres
Die Redaktion des FEINSCHMECKERS kürt jährlich einen herausragenden Wein aus den deutschen Anbaugebieten zum „Wein des Jahres“ oder das Sortiment eines Winzers zur „Kollektion des Jahres“. Mit dieser Auszeichnung soll das Qualitätsstreben der deutschen Winzer gewürdigt werden.Wein des Jahres 2012
Der „Wein des Jahres 2012“ steht beispielhaft für das stetig steigende Angebot deutscher Spitzenweine, die auch international zum wachsenden Renommee des deutschen Weinbaus beitragen. Der Gewinner dieses WINE AWARDS wurde am 3. März 2012 auf „Schloss Bensberg“ bekannt gegeben: Der WINE AWARD für die „Kollektion des Jahres“ geht an Thomas Haag, Schloss Lieser, Mosel, Deutschland, für seine brillante 2010er Riesling Spätlese aus der Lage Brauneberger Juffer-Sonnenuhr.
Thomas Haag ist bei den WINE AWARDS kein Unbekannter: Bereits im Jahr 2007 ist er als Newcomer des Jahres nominiert. Schon damals würdigt die Redaktion des FEINSCHMECKERS, dass Haag das vormals kaum bekannte Weingut Schloss Lieser innerhalb weniger Jahre an die Spitze des Anbaugebiets Mosel geführt hat. Nach Weinbaulehre und Studium von Wein- und Gartenbau beginnt Thomas Haag 1992, als Kellermeister bei Schloss Lieser zu arbeiten. Nur fünf Jahre später ist er in der Lage, das Weingut zu erwerben und in Eigenregie weiterzuführen. Seither bewirtschaftet Thomas Haag, unterstützt von seiner Ehefrau Ute, Rebflächen in Lieser, Bernkastel und Graach – aber auch einige der elterlichen Weinberge in Brauneberg. Vater Wilhelm Haag zählt zu den Großen im deutschen Weinbau, Thomas’ ebenso talentierter Bruder Oliver führt den elterlichen Betrieb fort.
Mit seinen mineralischen, ausdrucksstarken Weinen aus den Schiefer-Steillagen Lieser Niederberg Helden, Brauneberger Juffer-Sonnenuhr und Brauneberger Juffer erwirbt sich Thomas Haag in kürzester Zeit höchstes Ansehen. Er lässt die meisten seiner Weine spontan vergären, also ohne Zusatz von Reinzuchthefen. So probieren sie sich in ihrer Jugend zuweilen verschlossen, öffnen sich im Laufe der Flaschenreife jedoch zu großem aromatischem Facettenreichtum. Dabei glänzen seine Weine durch alle Qualitätsstufen und Geschmacksrichtungen. So schreibt der „FEINSCHMECKER Wein Guide“ des Jahres 2012 über Haags aktuellen Jahrgang: „Was der Winzer 2010 an Weinen auf die Flasche gebracht hat, ist von überzeugender Qualität: trocken ausgebaute Weine mit einer erstaunlichen mineralischen Länge, feinherbe Rieslinge, in denen eine animierende Säure die dezente Fruchtsüße strukturiert, sowie restsüße Spätlesen, die neben einer fast stahligen Säure über viel Spiel, eine tolle Länge und einen beeindruckenden Nachhall verfügen.“ Den Höhepunkt dieser makellosen Kollektion bildet der Wein des Jahres, die Spätlese aus der Ersten Lage Brauneberger Juffer-Sonnenuhr, die durch ihre messerscharfe Präzision, ihre ungewöhnliche Klarheit und ihren mineralischen Feinschliff besticht.
Nico Hofmann
- Land: Deutschland
- Beruf: Regisseur und Filmproduzent
Weingourmet des Jahres
Bei der Vergabe der WINE AWARDS werden nicht nur Winzer ausgezeichnet, sondern jeweils auch eine herausragende Persönlichkeit aus der Welt der Prominenz, die sich zur kulinarischen Lebensart bekennt und den Wein als Kulturgut schätzt.Weingourmet des Jahres 2012
Die Entscheidung über den Preisträger 2012 wurde am 3. März 2012 auf „Schloss Bensberg“ bekannt gegeben: Der Filmproduzent Nico Hofmann wurde als „Weingourmet des Jahres 2012“ ausgezeichnet.
Nico Hofmann wird im hervorragenden Weinjahr 1959 in Heidelberg als Sohn eines Journalisten-Ehepaars geboren. Nach Abitur und Tageszeitungs-Volontariat bewirbt sich der 20-Jährige an der Hochschule für Film und Fernsehen in München und wird dort aufgenommen. Im Jahr 1985 schließt er sein Studium mit Auszeichnung ab. Seither ist Hofmann als Autor, Regisseur und Filmproduzent aktiv, zu seinen bekanntesten Produktionen zählen das mit dem Bayerischen Filmpreis dekorierte Werk „Land der Väter, Land der Söhne“ (1988), „Der große Abgang“ (1995, ausgezeichnet mit dem Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste) sowie die TV-Produktion „Der Sandmann“ mit Götz George in der Hauptrolle, ebenfalls von 1995 (ausgezeichnet mit dem Adolf-Grimme-Preis).
Seit 1995 hat Hofmann eine Professur für szenischen Film an der Filmakademie Baden-Württemberg. Seit 1998 führt er zudem seine eigene Produktionsfirma teamWorx, die sich auf historische Stoffe fürs Fernsehen spezialisiert hat. Produktionen wie „Stauffenberg“, „Nicht alle waren Mörder“, „Flucht“, „Das Wunder von Berlin“, „Dutschke“ oder „Mogadischu“ erlangten Traum-Einschaltquoten von bis zu 11 Millionen Zuschauern – der „Spiegel“ bezeichnete Hofmann daraufhin als „Bedeutungsbeauftragten des deutschen Fernsehens“. Gemeinsam mit Bernd Eichinger ruft Hofmann im Jahr 2000 den Förderpreis „First Steps“ ins Leben, der jährlich an Abschlussfilme von Studierenden deutscher Filmhochschulen vergeben wird.
Hofmann lebt in Berlin, ist jedoch meist auf Reisen. Vor einigen Jahren bekannte er im FEINSCHMECKER-Interview, dass er seine besten Geschäftsabschlüsse stets bei einem opulenten Essen mache. Zwar betont der Vielflieger, wie wichtig ihm das Wassertrinken ist („Auf einem Flug nach Los Angeles trinke ich drei Literflaschen aus“), doch – einmal am Zielort der Reise angekommen – sagt der passionierte Hobbykoch nicht Nein zu einem Glas Champagner.

















